Woraus entsteht das Pellet?

Der Entstehungsprozess des Pellets ist einfach und nicht teuer. Es ist ein populärer und effektiver Kraftstoff für viele Kesselarten. Die Pelletherstellung ist ein interessantes, automatisiertes und vielschichtiges Verfahren. Heute sehen wir uns die Zusammensetzung dieses Heizmaterials an.

Woraus entsteht das Pellet?

Die Herstellungsbasis stellen die Holzabfälle dar, d.h. zerkleinerte, rohe Holzstücke ohne Vorverarbeitung. Eine Voraussetzung dafür ist deren Säuberung von Mineralverschmutzung und Metallen.

Die Art des eingesetzten Ausgangsmaterials beeinflusst erheblich den Endeffekt, darunter auch die Pelletfarbe.

Drei Farbtöne des Stoffes werden unterschieden:

schwarz – das Material wurde aus Holz mit Rinde sowie aus von Fäulnis betroffenem Holz hergestellt, was auf Nichtbeachten von Prinzipien der Technologie zurückzuführen ist.

grau – das Material entsteht aus meist rindenlosem Holz. Durch Reduzierung der Späne wird der Farbton dunkler.

hell – das Erreichen eines solchen Farbtons erfolgt durch Anwendung von Holzabfällen hoher Qualität und ohne Rinde. Das helle Pellet zeichnet sich durch höchste thermische Qualität, reduzierte Brüchigkeit und höheren Preis aus.

Das Ausgangsmaterial können auch Sägespäne verschiedener Baumarten sein, welche unterschiedliche Größe und Feuchtigkeit aufweisen. Das Pellet wird unter anderen Bedingungen als bei der Fachherstellung und mittels Maschinen mit kleinerer Leistung gefertigt. Die Baumart beeinflusst in hohem Maße die Zähigkeit des Produktes, was auch wesentlich ist. Der Grad der Zähigkeit hängt vom Inhalt des Lignins im Holz ab, der eben nach der Baumart variiert. Je größer der Inhalt, desto höher ist die Qualität des Pellets.

Die Ausgangsmerkmale wirken sich auf den Wert des fertigen Produktes aus, deswegen ist das Wissen über die Holzcharakteristik wesentlich.

Baumart Inhalt des Lignins Holzhärte

Kiefer 27,05% 260 kG/cm 2

Fichte 27,0% 235 kG/cm 2

Tanne 29,89% 255 kG/cm 2

Buche 27,72% 555 kG/cm 2

Birke 19,10% 425 kG/cm 2

Espe 21,67% 240 kG/cm 2

Die Nadelbaumarten kennzeichnen sich durch den Lignin-Inhalt von 26-30%, die Laubbaumarten weisen hingegen einen Bereich von 19-28% auf, wobei der Inhalt im Verhältnis zur Gesamtmasse des Trockenholzes gerechnet wird. Bei niedrigem Inhalt des Lignins ist eine größere Rohstoffmenge für die Produktion nicht geeignet, da dies höhere Energiekosten und niedrigere Leistungsfähigkeit nach sich zieht. Der Grad der Härte vom Ausgangsmaterial hängt dagegen mit erschwerter Verarbeitung des Holzes zu Spänen sowie mit größerer Belastung von Messern, Matrizen und Rollen zusammen. Beeinflusst wird die Qualität gleichfalls von der angepassten Feuchtigkeit der Rohstoffe. Das aus den Spänen mit erhöhter Feuchtigkeit entstandene Produkt weist ein höheres Volumen auf als das Granulat aus Spänen mit niedriger und mittlerer Feuchtigkeit.

Die Verteilung der Rohstoffe sowie die Ausgangsgröße der Abfälle ist auch von Bedeutung. Größere Holzspäne sind nämlich weniger für das Verpressen geeignet, und das daraus entstandene Granulat zerfällt leichter. Das Durchmesser der gepressten Pellets steht auch mit der Qualität im Zusammenhang – je kleiner das Durchmesser, desto höher ist die Qualität. Zusammenfassend kann man sagen, dass das Pellet aus Nadelholz bessere Parameter als das aus Laubholz aufweist.